Tatjana Meier: Immer auf der Suche

Tatjana lebt seit 16 Jahren in Leipzig. Für sie bietet die Stadt ein besonderes Lebensgefühl, da sie so viel zu bieten hat! Die Lehrerin zeichnet und malt schon seit ihrer Kindheit. Derzeit unterrichtet sie Deutsch als Zweitsprache und widmet sich der Integration von Migranten-Kindern.

Was inspiriert dich zu deinen Werken?

Tatjana: „Mein „Sprungbrett“ in die Kunstwelt war P. Gauguin. Ich bewundere ihn als eine starke Persönlichkeit und als einen genialen Künstler. M. Vrubel ist für mich gleichzeitig die Poesie und die Kraft in Farbe. Mich fasziniert nach wie vor die Art Noveau mit ihrem dekorativen Symbolismus, der Anmut, und der Fähigkeit mit wenigen Mitteln das Maximum ausdrücken zu können.

Meine eigene Werke sind Momente, die ich für den Rest der Welt festhalten möchte. Sie können das Resultat meiner Gedankengänge sein oder auch auf einer reinen Emotions-Ebene entstehen, weil mich die Komposition von Farben, Formen und Konturen stark beeindruckt haben. Sie korrespondieren in einer bestimmten Art mit meiner inneren Welt und bilden eine perfekte Harmonie. Dann muss ich es einfach malen. Es lässt mich nicht los.“

Woran arbeitest du im Moment?

Tatjana: „Im Moment arbeite ich an einer Bilder-Reihe, die den Straßenmusikerinnen gewidmet ist. Wer mag es nicht, beim Ertönen einer guten Musik in einer Einkaufsmeile stehen zu bleiben und einfach zu lauschen? Vorausgesetzt es sind gute Musiker. (lächelt) So habe ich bei meinem letzten Aufenthalt in Rom immer wieder Straßenmusikerinnen gesehen. Sie haben klassische Musik gespielt. Es war sehr schön und ich war dankbar für diese Momente der Harmonie und des Innehaltens auf der von Passanten stark frequentierten Straße. Die Welt schien dank ihnen in Ordnung zu sein…

Was machst du neben außer der Kunst?

Tatjana: „Ich bin Lehrerin an einer Oberschule und widme mich der Integration der Migranten-Kinder, ich unterrichte im Moment Deutsch als Zweitsprache. Die tägliche Begegnung mit verschiedenen Kulturen, die aktive Arbeit mit der Sprache macht mir viel Spaß. Da ich selbst Russisch, Deutsch, Englisch und Italienisch spreche, ist es sehr hilfreich die Brücken zu den anderen Sprachen zu bauen. Auch die Kinder freuen sich, wenn sie plötzlich in einer anderen Sprache die Wörter aus der eigenen Muttersprache erkennen. Lehrersein ist eine verantwortungsvolle und kreative Aufgabe. Ich mache es gern. Seit kurzem begann ich die Zusammenarbeit mit einem Schulverlag. Ich werde versuchen auf linguistische Probleme der Schüler einzugehen und ihnen beim Bewältigen der deutschen Sprache zu helfen“ 

Was verbindet dich mit der Stadt Leipzig?

Tatjana: „Noch in meiner Schulzeit habe ich von Leipzig als Messestadt gehört, als die Stadt von Bach und Mendelssohn. Ich habe mir damals nicht vorstellen können, dass ich hier leben werde, und nun mittlerweile seit 16 Jahren. Ich fühle mich hier zu Hause. Leipzig hat so viel zu bieten: Geschichte, Religion, Politik, Literatur, Kunst, Musik, Oper, Kabarett, Variete…geschweige denn unzählige Kneipen, Restaurants und Cafes! Es ist für jede Generation, für jede soziale Schicht und für jeden Geschmack was dabei. Leipzig lebt, und das ist ein schönes Lebensgefühl. 

"Auerbachs Keller" von Tatjana Meier, Öl auf Leinwand, kunst aus leipzig
„Auerbachs Keller“ von Tatjana Meier, Öl auf Leinwand

Zusätzlich zu meinem Lehramt habe ich später das Fernstudium als Reiseverkehrskauffrau abgeschlossen. Während des Studiums war ich öfter zum Tourismusfrühstück in der Moritzbastei. Es ist jedes Mal ein neues Thema gewesen, der Stadt Leipzig gewidmet. Die Veranstaltungen wurden moderiert, man konnte sich aus dem Publikum erheben und sich in die Diskussionen auf der Bühne einbringen. Man hat gemeinsam überlegt, wie man die Stadt für die Touristen noch interessanter machen kann. Ich habe dabei viel Interessantes erfahren und habe diese Veranstaltungen immer genossen.

Was ich mir wünschen würde, wären mehr Autoparkplätze. Denn diese verschwinden nach und nach. Fahrräder haben mittlerweile Vorrang. Für die Umwelt ist es gut, aber wenn man auf das Auto angewiesen ist, dann ist es schon ein Problem.“

Kontakt:
Webseite: www.tatjana-meier.com
Emailadresse: tatjana.k.meier (at) gmail.com
>> auch im LinkedIn zu finden.

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